Am 18. Februar 2021 kam der Antrag zur „Live-Übertragung von Rats- und Ausschusssitzungen“ im Rat der Stadt Coesfeld zur Diskussion auf die Tagesordnung. Schon im Vorfeld zeigte sich, dass einige „alten Hasen“ diesen Antrag nicht mit Tragen werden. Dies kristallisierte sich in der Sitzung am Donnerstagabend auch heraus. Die CDU und auch die SPD hielten dieses Vorgehen als Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der Ehrenamtlichen, doch frage ich mich im Ernst über welche Persönlichkeitsrechte sprechen wir alle hier? 
Jedes Mitglied im Rat der Stadt Coesfeld hat sich zu einer öffentlichen Wahl aufstellen lassen und somit zu einem gewissen Punkt die persönlichen Rechte aufgehoben. 
Unsere Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf eine Informationsweitergabe durch Medien, dieses kann unter Umständen auch die Übertragung von Sitzungen sein. 
Liebe CDU, liebe SPD, wir alle sind im 21. Jahrhundert angekommen, Sie anscheinend nicht! 
Herr Tranel und auch Herr Nielsen waren sich diesbezüglich einig, dieser Antrag durch die Feder der Familien-Partei Deutschlands muss abgelehnt werden. 
Ich persönlich finde diese Politik, die durch CDU und SPD im aktuellen Rat geführt wird sehr plakativ und irreführend gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern. 

Wir brauchen in der Stadt Coesfeld eine innovative Maßnahme um die Politik vor Ort wieder attraktiver zu gestalten und doch werden neue Ideen durch die alten Hasen im Rat abgeblockt. 

Aber Hallo! Wo bleibt die Bürgerbeteiligung? – Nicht in Coesfeld!


Transparenz und bürgernahe Politik sollten im 21. Jahrhundert auf der Tagesordnung stehen, der CDU und der SPD ist eine Hintertüren Politik wichtiger als die Bürgerinnen und Bürger mit in die Beteiligung einzubeziehen. 
Nehmen wir an, dass die CoVid-19 Pandemie noch bis zum Jahr 2022 anhalten wird, so werden Sie liebe Bürgerinnen und Bürger keine wirkliche Möglichkeit haben an den Sitzungen teilzunehmen. 
Dabei besteht eine Verpflichtung, der Öffentlichkeitsgrundsatz. Das bedeutet, dass die Grundentscheidung eines Gemeinwesens der Öffentlichkeit d.h. jedem zu gewähren ist. Das Betrifft nicht nur die CoVid-19 Krise sondern auch durch den demographischen Wandel, wird dieses immer bedeutsamer. 

Die jetzige Generation wünscht sich ausschließlich einen digitalen Rat der Stadt Coesfeld dies zeigen Umfragen der Bürgermeisterin Frau Diekmann auf der Plattform Instagram, doch der Rat, nein Entschuldigung, die SPD und CDU legen ihr Veto ein. Herr Tranel: „Man kann davon ausgehen, dass viele Ehrenamtliche ihren Mund nicht mehr auf machen werden, da Sie Angst haben etwas falsches zu sagen.“ – Die skeptischen Stimmen in den Reihen der CDU und SPD konnten meiner Meinung nach nicht die Zustimmung der anderen Fraktionen aus ProCoesfeld, Aktiv für Coesfeld, Bündnis 90/Die Grünen und FDP ausstechen und doch wurde der Antrag mit knapper Mehrheit abgelehnt. 

Wir bleiben bei unseren Versprechen und fordern eine bürgernahe Politik in der Stadt Coesfeld. 


Durch die Ablehnung dieses zeitgemäßen Antrages wird wieder einmal das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in der Politik geschmälert. 

Ihr Marcel Stratmann 
Mitglied im Rat der Stadt Coesfeld