Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Diekmann, 
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, 

ein bewegtes Jahr 2020 liegt hinter uns. 

Die CoVid-19 Krise wirft seine Schatten auf unsere Stadt, 
alles hat sich verändert, 
nichts ist mehr so wie es war und verlangt vieles von uns allen ab. 
Zuerst einmal sind meine Gedanken bei den Opfern und Ihren Angehörigen die das CoVid-19 Virus bisher gefordert hat. Mögen die Erkrankten schnellstens genesen und es uns gelingen diese Pandemie dauerhaft zu beherrschen. 

Nun zum Haushalt, unseren Finanzen und den vorliegenden Zahlenwerk. 
Unterm Strich kann man sagen, dass die Finanzen der Stadt Coesfeld auf den ersten Blick in der schwierigen Zeit ungewiss sind. 
Unsere Kämmerin Frau Wennemers hat mit ihrem Team im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine solide Arbeit präsentiert. Dafür sprechen wir als Familien-Partei Deutschlands ausdrücklich unseren Dank aus. 

Allerdings will ich nicht verschweigen, dass wir das gesamte Zahlenwerk sehr skeptisch betrachten. 
Wir glauben nicht, dass wir die anstehenden Defizite aus der Ausgleichsrücklage spätestens 2025 ausgleichen können. 
Die Pandemie zwingt uns in eine Schuldenfalle, die uns über Jahrzehnte begleiten wird und durch nachfolgende Generationen beglichen werden muss. 
Nachfolgend kommt hinzu, dass die weitere Entwicklung unserer Stadt Coesfeld erheblich gehemmt wird. 

Die CoVid-19 Pandemie hat uns aufgezeigt, wie verwundbar unsere Wirtschaft hier vor Ort ist. Aber wir dürfen unseren Blick nicht nur auf die Wirtschaft richten, die Leidtragenden dieser Krise sind ohne Zweifel unsere Kinder und Ihre Familien. 
Die Stadt Coesfeld muss zu einer familienfreundlichen Stadt werden. 
Lassen Sie uns damit anfangen, die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Tagesmüttern und Tagesvätern und vor allem bei der OGS abzuschaffen. 

Viele Familien in Coesfeld brauchen ein mehr an finanziellen Spielraum, sie benötigt das Geld, geben es aus und fördern damit direkt auch unsere Wirtschaft vor Ort.

Unsere Zukunft liegt zweifelsfrei auch in der Bildung, der Bildungszugang muss daher kostenneutral gestaltet sein. Unsere Schulen müssen fit gemacht werden. Luftfilteranlagen, Digitalisierung, Betreuungskonzepte und bessere Personalschlüssel sind nur einige Stichworte die ich zur Diskussion in den Raum stelle. 

Seien Sie sicher, dass wir als Familien-Partei Deutschlands nicht nur unsere Familien, ihre Kinder und Senioren, sondern auch die Bildung fest im Blickfeld haben werden bei der anstehenden Krisenbewältigung.

Begleitend muss natürlich auch im 21. Jahrhundert unsere zentralen Dienste und der Bürgerservice im Allgemeinen ausgebaut werden. 

Die Bürgerinnen und Bürger müssen im digitalen Zeitalter 

in dem wir leben weiterhin für jede behördliche Angelegenheit in das Bürgerbüro. 

Eine moderne und innovative Struktur für ein Online Bürgerportal ist längst überfällig. 

Die Stadt Coesfeld hat noch einen weiten Weg zur Smarten City vor sich.

Angesichts der Krise dürfen wir auch nicht unsere Umwelt vergessen. 

Die Stadt Coesfeld hat bereits im Jahr 2018 ein Klimaschutzbeschluss gefasst, 

jedoch bis heute kaum geeignete Maßnahmen diesbezüglich umgesetzt.

Diese plakative Politik lehnen wir als Familien-Partei ab. 

Wir wollen und müssen jetzt endlich handeln. 

Der vorliegende Haushalt wird den anstehenden Problemen nicht gerecht. 

Klima- und Umweltpolitik muss vor unserer Haustür starten. 

So wie die Ortsgruppe „Coesfeld For Future“ bereits vorgestellt hat, 

müssen einige wichtige Projekte angestoßen werden. 

Projekte die auch finanziert werden müssen. Nur mal so am Rande, 

wir können uns durchaus auch eine zusätzliche Verwaltungsstelle für den Bereich Umwelt- und Klimaschutz vorstellen.

Es gäbe noch so vieles zu sagen, allerdings möchte ich zum Ende kommen und fasse nochmals kurz zusammen.

Familien, Schulen, Bildung, Wirtschaft, Digitalisierung, innere Verwaltungsstruktur und Klimaschutz sind die zentralen Themen, auch zur COVID – 19 Krisenbewältigung. 

Hier werden wir zukünftig sehr viele Gelder in die Hand nehmen müssen. 

Daher glauben wir nicht, dass wir die anstehenden 

Defizite aus der Ausgleichsrücklage spätestens 2025 ausgleichen können.

Der uns vorliegende Haushalt verbreitet ohne Frage viel Zweckoptimismus.

Optimismus ist erst einmal etwas Gutes, daher können wir beruhigt auch den Haushalt so zustimmen. Natürlich verbunden mit der Hoffnung, 

einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung auf allen Ebenen und das die von mir angeführten Thematiken zielführend in die Diskussion eingehen. Politik und Verwaltung ist nun gleichermaßen gefordert, das Optimum für die Menschen in unserer Stadt herauszuholen um diese Krise zu bewältigen. 

Lassen Sie es uns angehen!

Es gilt das gesprochene Wort!

Ihr Marcel Stratmann 
Mitglied im Rat der Stadt Coesfeld 
Landesvorsitzender der Familien-Partei Deutschlands in Nordrhein-Westfalen